Codex IV — Governance & Rollen(第四巻)
Art. 1 — Prinzip der Nicht-Autorität
1. Es existiert keine spirituelle, religiöse oder moralische Autorität innerhalb von Project: Shōtai.
2. Rollen sind betriebliche Funktionen: Sicherheit, Ordnung, Grenzen, Archivierung.
3. Rollen dürfen nicht zur Missionierung, Ausübung persönlicher Macht oder Abhängigkeit genutzt werden.
Das ist die zentrale Sicherheitsklausel: Betrieb ja, „Führung“ nein.
Art. 2 — Rollen und Zuständigkeiten
1. Systemverwalter(管理者): Betrieb, Sicherheit, Infrastruktur, Zugänge, Konfiguration. Keine Deutungshoheit über Inhalte als „Wahrheit“.
2. Archivar(記録者): Ordnung, Zusammenfassung, Index, Abschlusslogik, Archivstatus, Strukturpflege.
3. Wächter der Abgrenzung(境界監視): Grenzschutz, Deeskalation, Stop-Mechanismen, konsequente Krisenhinweise.
4. Moderator(調整者): Diskursordnung, Kategorien, Eingriffe nach Regeln, Fairness, Lesbarkeit.
5. Shōtainin(正体人): Teilnahme ohne Machtrolle; lesen, reflektieren, respektvoll beitragen.
Du kannst später im Forum die Rechte exakt an Rank-Codes koppeln. Der Codex liefert dafür die normativen Gründe.
Art. 3 — Eingriffe (Grundsatz der Minimalität)
1. Eingriffe erfolgen nur, soweit erforderlich, um Grenzen, Sicherheit, Lesbarkeit und Projektintegrität zu schützen.
2. Eingriffe sind zu begründen (kurz, sachlich, referenzierend auf Codex-Artikel).
3. Eingriffe haben abgestufte Formen: Hinweis → Strukturierung → Lesemodus → Archivierung → Soft-Delete (schwere Fälle).
Minimalität verhindert „Mod-Overreach“. Der Maßstab ist Betriebssicherheit, nicht Weltanschauungslenkung.
Art. 4 — Transparenz
1. Moderations- und Wächtereingriffe sollen, soweit praktikabel, transparent sein (Moderationslog, kurze Begründung).
2. Transparenz endet dort, wo sie Sicherheit, Privatsphäre oder Missbrauchsschutz gefährdet.
3. Archiventscheidungen sollen nachvollziehbar sein (Zeitmarke, Status, kurzer Grund).
Transparenz ist ein Vertrauensmechanismus – aber nicht auf Kosten von Datenschutz/Sicherheit.
Art. 5 — Vertretung nach außen
1. Jede Person darf sich als Shōtainin bezeichnen und den eigenen Glauben darstellen.
2. Dabei ist klarzustellen: Es handelt sich um persönliche Überzeugung, nicht um bewiesene Tatsachen oder verbindliche „Offiziallehre“.
3. Niemand ist berechtigt, verbindliche Aussagen im Namen des Projekts zu erzwingen oder Autorität zu beanspruchen.
Das erlaubt Identität („Ich bin Shōtainin“) ohne Gatekeeping („Ich spreche für alle“).
Art. 6 — Änderungsprozess (Versionierung)
1. Änderungen am Codex sind als Version zu dokumentieren (Datum, betroffene Artikel, Begründung).
2. Änderungen dürfen die Abgrenzung (Codex I Art. 4) nicht verwässern.
3. Bei Konflikt: Stabilität vor Expansion. Änderungen werden bevorzugt konservativ umgesetzt.
Das schützt vor „Drift“: Das Projekt bleibt erkennbar, statt beliebig zu werden.